Terminverschiebung

!!! Achtung Terminverschiebung aufgrund der Corona-Pandemie !!!

Kammertermin in der Klage Christian Kowoll gegen Opel Group Warehousing GmbH wegen Abmahnung und Versetzung

am Mittwoch, 17.06.2020

im Arbeitsgericht Bochum

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Flugblatt

Unser Flugblatt Nr. 98 ist heute erschienen! Aus dem Inhalt:

  • Unsere Gesundheit ist wichtiger als Posis. Betriebsruhe durchsetzen – sofort!
  • Tarifrunde 2020: Lohnverzicht im Windschatten von Corona
  • Vesoul und Bochum: sogar in der Corona-Epidemie wollen PSA und Opel uns erpressen!
  • OFFENSIV lässt Kollegen abstimmen – und der BR-Vorsitzende droht uns mit „rechtlichen Konsequenzen“!
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Corona-Pandemie

Sofortige vorläufige Betriebsruhe auf Kosten von PSA/Opel! Die Gesundheit unserer Kollegen und Familien ist wichtiger als Profite und Aktienkurse!

Am Donnerstag, 12. März 2020, wurde eine erste Erkrankung nach einer Corona-Infektion (Covid-19) im Opel-Zentrallager in Bochum bestätigt. Einige wenige Kollegen wurden daraufhin unter Quarantäne gestellt, die Geschäftsleitung ordnete verschiedene Maßnahmen an: Entzerrung der Pausenplätze, Schließung der Waschkauen, Abstand von einem Meter zwischen den Kollegen. Während in der Öffentlichkeit zunehmend drastische Maßnahmen ergriffen werden, wie ein Verbot von Versammlungen oder die Schließung von Landesgrenzen, Schulen und kulturellen Einrichtungen, soll eine Stilllegung von Betrieben oder des Warenverkehrs auch jenseits der notwendigen Grundversorgung um jeden Preis vermieden werden. In solchen Krisensituationen zeigt der Kapitalismus erst recht sein wahres Gesicht!

Zu unserem eigenen Schutz, dem Schutz unserer Familien und der Öffentlichkeit fordern wir, den Betrieb vorübergehend für mindestens vierzehn Tage und unter Fortzahlung unserer Löhne! Das entspricht auch der Empfehlung von immer mehr Ärzten und Experten.

Bis dahin, bzw. darüber hinaus, fordern wir außerdem:

  • Minimierung des Infektionsrisikos! Keine Ersetzung von erkrankten oder ausfallenden Mitarbeitern durch neue Leiharbeiter, keine zusätzliche temporäre Beschäftigung.
  • Keine weitere Genehmigung freiwilliger Mehrarbeit, Absage der geplanten Sonderschichten am Wochenende. Reduzierung der Wochenarbeitszeit mindestens auf die tarifvertraglichen 35 Stunden.
  • Reduzierung des Arbeitsdrucks zur wirksamen Verhinderung von Infektionen: nur noch ein Mitarbeiter pro Regalreihe, Erweiterung des verpflichtenden Mindestabstands auf drei Meter.
  • Verbesserte Vorbeugung durch Bereitstellung von wirksamen Desinfektionsmitteln, Seife und Einweg-Handtüchern.
  • Aussetzung der aktuellen Einigungsstelle, der Pläne zur Auslagerung von Werkswache und Facility Management sowie der Verhandlungen über die Einführung einer zweiten Tarifstruktur.
  • Staffelung der Pausenzeiten, des Schichtbeginns und Schichtendes zur Vermeidung großer Menschenansammlungen.
  • Aufhebung des Handyverbots! Mitarbeiter und Familienangehörige müssen in dieser Situation jederzeit kommunizieren können.

Wir begrüßen ausdrücklich die aktuellen Streiks und Arbeitsniederlegungen unserer Kolleginnen und Kollegen bei FIAT in Pomigliano (Italien) zur Durchsetzung einer vorübergehenden Betriebsruhe bei voller Bezahlung. Ihr Kampf zur Durchsetzung ihrer Interessen auf Kosten der Profite ist beispielhaft in dieser Situation und hat unsere uneingeschränkte Solidarität!

Wir wünschen allen Kolleginnen und Kollegen, dass sie gesund bleiben, und allen Infizierten und Erkrankten gute Besserung.

Steffen Reichelt (Betriebsrat der Liste Offensiv und der IG Metall)

Oliver Wähnert (Vertrauensmann der IG Metall)

200316 Offensiv – Forderungskatalog Corona-Pandemie

 

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Internationaler Frauentag

Liebe Kolleginnen,

im Namen der Betriebsratsliste OFFENSIV herzlichen Glückwunsch zum Internationalen Frauentag 2020!

Seit die deutsche Kommunistin Clara Zetkin vor 110 Jahren die Initiative für einen Internationalen Frauentag ergriffen hat, stehen anlässlich dieses Tages bis heute hunderttausende Frauen auf der ganzen Welt auf gegen Rechtsentwicklung der Regierungen, gegen faschistische Gefahr, gegen Kriege, für Umweltschutz und für die Gleichberechtigung der Frau.

Dass Frauen auch heute noch immer im Schnitt 25% unter dem Durchschnittslohn der Männer liegen – ob durch unmittelbar niedrigere Entlohnung, wegen ihres überdurchschnittlichen Anteils in Teilzeitarbeit oder durch Beschäftigung in unteren Entgeltgruppen – ist für uns als Gewerkschafter ein besonderer Ansporn, der doppelten Ausbeutung unserer Kolleginnen den Kampf anzusagen.

In diesem Sinne alles Gute und mit freundlichen Grüßen

im Auftrag

Steffen Reichelt und Oliver Wähnert

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Solidarität

Liebe Kollegen der ICOG,

liebe Kollegen der Konzernkoordinierung bei GM und PSA,

morgen findet der Gütetermin in der Klage unserer Kollegin Katrin Papke gegen Neovia (Werkvertrag im Europäischen Zentrallager bei Opel in Bochum) gegen ihre politisch motivierte Entlassung statt. Wir hatten Euch hierzu bereits in den letzten Monaten berichtet und den Vorgang in verschiedenen Flugblättern von OFFENSIV bekannt gemacht (siehe dazu auch unsere Homepage).

Gestern haben wir die Klageerwiderung der Neovia-Geschäftsleitung erhalten. Sie bestätigt vollständig unsere Position, dass die Entlassung bzw. die Verweigerung der Vertragsverlängerung von Katrin eben nicht aus „persönlichen Gründen“ erfolgte, weil sie „nicht ins Team“ passe oder „freiwillige Mehrarbeit“ abgelehnt habe, wie es Neovia bislang immer behauptet hatte. In dankenswerter Offenheit begründet Neovia ihren Schritt nun mit Katrins „Agitation … im Klassenkampf gegen kapitalistische Ausbeutung“ und einer „politischen Instrumentalisierung“ ihrer Entlassung, wie sie sie auch schon zuvor bei Ford in Köln „öffentlichkeitswirksam mit ihrem der MLPD (Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschlands) nahestehenden ‚Solidaritäts- und Unterstützerkreis‘ betrieben“ habe. Dass Katrin und die mit ihr solidarischen Kollegen „gedanklich im Klassenkampf verhaftet geblieben“ seien, würde aus den Veröffentlichungen des Solidaritätskreises ersichtlich.

Während sich also in den Betrieben von PSA und Opel, wie auch in der Automobilindustrie insgesamt, der Widerstand gegen die Abwälzung der Krisenlasten auf uns Arbeiter und unsere Familien formiert, werden kämpferische und klassenkämpferische Kollegen wie Katrin Papke oder auch der Bochumer Opelaner Christian Kowoll mit offen antikommunistischer Begründung abgemahnt, politisch entlassen oder mit Hausverbot belegt. Das unterstreicht die Notwendigkeit und Richtigkeit, dass die Automobilarbeiter mit Delegationen aus über 20 Ländern bei der 2. Internationalen Automobilarbeiterkonferenz vom 19. bis 23. Februar 2020 in Vereeniging (Südafrika) den Kampf gegen antikommunistische Hetze in ihr Kampfprogramm ausdrücklich mit aufgenommen haben.

Wir bitten Euch darum, diesen Fall in Euren Betrieben bekannt zu machen und die Solidarität praktisch mit Grüßen und Erklärungen zu organisieren! Der Gütetermin findet morgen (Freitag, 6. März) um 9.30 Uhr im Arbeitsgericht Bochum statt!

Mit solidarischen Grüßen

Steffen Reichelt

(Mitglied des Betriebsrats bei Opel Bochum, Mitglied der IG Metall)

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Flugblatt

Heute ist unser neues Flugblatt Nr. 97 zu den IGM-Organisationswahlen 2020 erschienen!

Aus dem Inhalt:

  • Für eine offensive Vertrauensleutearbeit!
  • Wir brauchen unsere Gewerkschaften als Kampforganisationen!
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Solidarität

Arbeiterplattform des Internationalistischen Bündnis

An die Metallarbeiter aus der Türkei und ihrer Gewerkschaft Disk

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

herzlichen Glückwunsch zu Eurem erfolgreichen Kampf um höhere Löhne für 180.000 Metallarbeiter. Wie wir erfahren haben, habt ihr Euch durchgesetzt und eine Lohnerhöhung von insgesamt ca. 25% erkämpft. Rückwirkend ab 01.11.19 18,49% und im Mai 2020 nochmal 7%. Das ist wichtiger Erfolg gegen den Lohnraub der durch eine hohe Inflation in der Türkei die Löhne regelrecht auffrisst. Vor dem Hintergrund einer neuen eingeleiteten Weltwirtschaftskrise, beginnen die Konzerne damit die Abwälzung der Krisenlasten auf uns Arbeiter und unsere Familien abzuwälzen. Dagegen müssen wir konsequent um höhere Löhne, die Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen und gegen geplante Massenentlassungen kämpfen. Euer Kampf ist ein wichtiges Beispiel dafür.

Im Metallbereich in Deutschland steht die Tarifrunde kurz bevor und wird die Forderung jetzt in der IGM diskutiert. Die Konzerne verlangen von uns und unserer Gewerkschaft die IGM Lohnzurückhaltung. Wir sollen höchstens 1-2% Inflationsausgleich bekommen und stattdessen sollen wir verzichten. Doch Euer Kampf ist ein gutes Beispiel dass Rücksicht auf die Konzerne und ihre Gewinne genau der falsche Weg ist. Auch wir müssen offensive Forderungen für mehr Lohn aufstellen und angesichts der geplanten Arbeitsplatzvernichtung der Autokonzerne die Forderung nach der 30 Stundenwoche aufstellen.

Wir hatten gerade angefangen für Euren geplanten Streiktag am 05.02. vor verschiedenen Betrieben in Deutschland Solidaritätsaktionen zu organisieren. Wir halten es für sehr wichtig, dass die Arbeiter sich international zusammenschließen und gemeinsam kämpfen. Denn wie bei euch sind es dieselben Konzerne wie Mercedes, Bosch, BMW, Opel usw. die versuchen uns klein zu halten. Vorallem versuchen sie uns zu spalten, dass wir in der Krise uns hinter unseren Konzern stellen und in Konkurrenz zu den anderen Arbeitern stellen. Doch das ist der falsche Weg. Wir sind Arbeiter und Gewerkschafter aus verschiedenen Branchen und Gewerkschaften und haben uns in der Arbeiterplattform des Internationalistischen Bündnis zusammengeschlossen um gemeinsam zu kämpfen. Dazu gehört auch die Organisierung der internationalen Zusammenarbeit und steht es auf der Tagesordnung, das wir unsere Kämpfe international koordinieren und gemeinsam führen. Viele von uns nehmen auch an der IAC (Internationale Automobilarbeiterkonferenz) teil.

Deswegen hatten wir auch Solidaritätsaktionen am 05.02. für Euren Kampf an Betrieben in Deutschland vorbereitet. Gegen jeglichen Versuch der chauvinistischen Hetze uns zu spalten ist das heute wichtiger denn je. Es richtet sich auch gegen die Nationalisten und faschistischen Hetzer die versuchen uns gegenseitig aufzuhetzen. Dabei werden die Konzerne aus der Schusslinie genommen,w as wir nicht akzeptieren können. Jetzt werden wir am 5.02. die Gelegenheit nutzen und euren Erfolg in den Betrieben in Deutschland bekannt machen. Wer kämpft kann verlieren, wer verzichtet und nicht kämpft hat schon verloren.

In diesem Sinne senden wir Euch unsere herzlichsten und solidarischen Grüße. Es wäre schön wenn ihr uns antwortet und wir einen regelmäßigen Kontakt aufbauen können um unsere Kämpfe gegenseitig zu unterstützen!

Hoch die internationale Solidarität und die internationale Arbeitereinheit.

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Gerichtstermin

!!! Achtung !!!

Der Gütetermin in der Klage Katrin Papke gegen Neovia am Freitag, 07.02.20, wurde abgesagt. Sobald ein neuer Termin feststeht, werden wir informieren!

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Solidarität

Solidaritätsbotschaft an die 130.000 Metallarbeiter im Tarifkampf in der Türkei

Liebe Kollegen,

ihr steht seit über 2 Wochen mutig im Kampf für eure berechtigten Tarifforderungen. In vielen Städten habt ihr eure Forderungen mit Demonstrationen und Warnstreiks zehntausendfach Nachdruck gegeben. Der Unternehmerverband MESS hat darauf für den Fall eines Streiks euch mit Aussperrung gedroht. Das ist eine Provokation, die nicht hingenommen werden darf. Für den 5. Februar bereitet ihr Streiks in vielen Betrieben bis hin zum Generalstreik vor.

Lasst euch nicht einschüchtern und unterdrücken. Viel Kraft und Erfolg bei der vollen Durchsetzung eurer Forderungen! Unsere internationale Solidarität und Unterstützung habt ihr.

Vom 19.-23. Februar findet in Vereeniging in Südafrika die der 2. Internationalen Automobilarbeiterkonferenz. Dort werden wir euren Kampf zum Thema machen. Zu dieser Konferenz laden wir euch herzlich ein. Wir würden uns freuen, wenn ihr mit einer Vertretung aus der Türkei daran noch teilnehmen könntet.

Stärken wir die internationale Arbeiter- und Gewerkschaftseinheit!

Hoch die internationale Solidarität!

Solidarische Grüße

Carlos Luiz Prates Mancha (Brasilien), Diego Rejon Bayo (Spanien), Dieter Schweizer (Deutschland)

Koordinatoren der ICOG

http://www.automotiveworkers.org

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Solidarität

Rüsselsheim, der 18.01.2020

Solidaritätserklärung der Spenden-Gala in Rüsselsheim für die 2. Internationale Automobilarbeiterkonferenz in Südafrika

Liebe Katrin, lieber Christian,

Wir erleben eine Situation, wo eine ganze Reihe von Krisenlasten auf uns Arbeiter und Familien abgewälzt werden sollen, insbesondere im Zuge einer neuen Weltwirtschaftskrise. In dieser Zeit, wo die kämpferische Richtung in der Arbeiterbewegung wieder mal Recht behält und an Zustimmung gewinnt, sind sich die Manager für kein noch so lächerliches Manöver zu schade, uns zu bekämpfen.

Weil Ihr beide, zusammen mit der Betriebsratsliste OFFENSIV in der IG Metall und im Opel-Zentrallager in Bochum, konsequent für den Kampf um jeden Arbeitsplatz und überhaupt für die Interessen der Arbeiter*innen steht, versucht das Management aufs Neue, Dich, Christian, mit Strafversetzung und Schichtwechsel aus dem Betrieb zu mobben, und Dir, Katrin, wird politisch motiviert eine Verlängerung deines Arbeitsvertrages versagt.

Euch haben sie zwar rausgepickt, aber es richtet sich gegen uns alle. Heute ist es noch nie so wichtig gewesen, zusammen zu stehen. Der ganze Geist des heutigen Abends steht dafür, dass sich die Arbeiter weltweit für ihre Belange zusammenschließen und sich nicht gegeneinander ausspielen lassen. Dafür seid ihr Vorbilder. Ihr zeigt mit Eurem Widerstand, dass die da oben eben nicht alles machen können, was sie wollen. Im Gegenteil, wenn wir zusammenhalten, sind wir stärker.

Solidarität ist unsere stärkste Waffe, und es darf kein Blatt zwischen uns passen.

(einstimmig verabschiedet auf der Spenden-Gala für die 2. Internationale Automobilarbeiterkonferenz)

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