Wir trauern um Jürgen Wolf, der am 5. Januar verstorben ist.

Seit Jahrzehnten war Jürgen eng verbunden mit uns Opelanern und unserem Kampf. Uns von OFFENSIV war er von Beginn an ein unverzichtbarer Berater, Helfer und guter Freund. Noch im Februar letzten Jahres nahm er mit vielen von uns an der 2. IAC in Südafrika teil und setzte auch hier, wie immer, all seine Erfahrung und Fähigkeiten selbstlos und bescheiden für die gemeinsame Sache ein.

Unsere Anteilnahme gilt seiner Frau, seiner Familie, seinen Freunden und Kollegen.

Danke für alles. Wir werden Dich immer vermissen.

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IAC

Internationaler Informationsbrief

GM-PSA-FCA

Nr. 19 – Dezember 2020

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Freundinnen und Freunde!

In der Corona-Pandemie in Wechselwirkung mit der Weltwirtschafts- und Finanzkrise sowie der Umweltkrise sind wir Automobilarbeiter herausgefordert, nicht nur unsere Arbeitsplätze zu verteidigen, sondern die Arbeiteroffensive zu entfalten gegen die Rechtsentwicklung der Regierungen und die Auswüchse des  ganzen Krisenchaos der kapitalistischen Systeme!  Die Corona-Pandemie und die Weltwirtschaftskrise verstärken sich gegenseitig. Weltweit gibt es eine beschleunigte Tendenz zu einer gesamtgesellschaftlichen Krise des imperialistischen Weltsystems. In einigen Ländern hat die gesamtgesellschaftliche Krise schon begonnen, wie in USA, Belarus, Brasilien, Peru, Libanon oder Israel verbunden mit fortschrittlichen Massenkämpfen und -protesten, wo Arbeiter nicht selten vorne dran stehen. In den USA zeigt sich schon seit Monaten eine scharfe gesellschaftliche Polarisierung mit Massenkämpfen gegen Rassismus, Protesten gegen das katastrophale Krisenmanagement von Donald Trump in der Corona-Krise und gegen seine Versuche, seine Abwahl als Präsident nicht anzuerkennen. Die Demonstranten sind selbst vor dem Einsatz der Nationalgarde nicht zurückgewichen. Mit der Übernahme der Präsidentschaft von Biden wurde die Situation zunächst entschärft. Auf der anderen Seite gibt es eine faschistische Tendenz, die nicht unterschätzt werden darf. In Ländern wie Belarus, Libanon, Frankreich, Brasilien, Israel, Polen oder Thailand erleben wir fortschrittliche Massenkämpfe.. 

Insgesamt ist die Automobilproduktion dieses Jahr von fast 80 Millionen weltweit  im Jahr 2017 auf etwa 62 Millionen eingebrochen. In Europa wurden bis Oktober 2020 27 Prozent weniger Fahrzeuge zugelassen als im letzten Jahr. Überdurchschnittlich verlor PSA um 34,2 Prozent, Opel/Vauxhall um 45,5 Prozent und die FCA-Gruppe um 30,8 Prozent. In Brasilien sanken die Verkaufszahlen um 31 Prozent, in Indien um 25 Prozent, während China sich schneller erholt und nur zehn Prozent unter den Verkäufen des letzten Jahres liegt. Die Vernichtungsschlacht um die Weltmarktspitze verschärft sich damit weiter. Der Kampf der Arbeiter ist entbrannt gegen alle Versuche, die Lasten der Krise auf uns Arbeiter und unsere Familien abzuwälzen. Überall wurde die Produktion im Frühjahr nach der Schließung aufgrund der Corona-Pandemie wieder gestartet, aber oft wurden Leiharbeiter entlassen und nur geringere Stückzahlen produziert.

Aufgrund eurer Berichte müssen wir sagen, dass die Situation der Arbeiterinnen und Arbeiter sich weiter dramatisch verschlechtert hat. Hunderttausende haben bereits vor der Corona-Pandemie ihre Arbeitsplätze verloren, Zehntausende sind dazu gekommen. In vielen Ländern, besonders in Europa, sind die Corona-Infektionen im November und Dezember auf Rekordniveau. Das bürgerliche Krisenmanagement schiebt die Ursache der dramatische Entwicklung in erster Linie der einfachen Bevölkerung zu, demokratische Rechte und Freiheiten werden weiter massiv eingeschränkt, aber von Infektionsketten in der Industrie, wo Arbeiter weiter eng zusammen arbeiten, wird nicht berichtet. Arbeiter setzen sich für besseren Gesundheitsschutz mit Testungen in den Betrieben, Entzerrung des Schichtwechsels, Senkung der Taktzeiten und mehr Pausen, volle Lohnfortzahlung bei Quarantäne, Information der Belegschaften, usw. ein. Wir sind herausgefordert, in dieser Situation den gemeinsamen Kampf über Länder- und Konzerngrenzen hinweg vorzubereiten und zu organisieren!

Wie sieht es in den einzelnen Ländern aus?

In Talegaon (Indien) hat GM das Produktionswerk an Great Wall verkauft, aber ohne die Arbeiter. Sie wollen die Produktion von Autos Ende 2020 einstellen und die Arbeiter schrittweise entlassen. Ähnlich lief es in Thailand. Die Arbeiter in Talegaon kämpfen mit ihrer Gewerkschaft General Motors India Union um ihre Arbeitsplätze und wir haben sie jederzeit nach Kräften mit Informationen und Solidarität unterstützt seit wir uns in Südafrika getroffen haben. Die internationale Solidarität für den Kampf der indischen Kollegen ist bis zum letzten Tag wichtig!

Ein weltweiter Höhepunkt war der Generalstreik in Indien Ende November, an dem sich mindestens 250 Millionen Arbeiter und Angestellte beteiligten. Er richtete sich gegen die Angriffe der Modi-Regierung auf Arbeitsgesetze und grundlegende Arbeiter- und Gewerkschaftsrechte und gegen ihr Versagen in der Corona-Pandemie.

In Korea steht die Belegschaft von GM Bupyeong (Incheon) im Kampf um höhere Löhne und die Internationale Koordinierungsgruppe der Internationalen Automobilarbeiter-Koordinierung hat eine Solidaritätsbotschaft geschickt.

In den USA haben im Juli Arbeiter in den FCA-Werken Sterling Heights und Jefferson North (Detroit) die Arbeit niedergelegt für besseren Gesundheitsschutz in der Corona-Pandemie. Bei den Präsidentschaftswahlen hat Donald Trump die Mehrheit im Automobilarbeiter-Staat Michigan und einigen anderen verloren. Die Großstädte haben in der Mehrzahlt nicht für Trump gestimmt und die Großstädte bestehen mehrheitlich aus der Arbeiterklasse. Dass der Faschist Donald Trump abgewählt wurde ist ein großer Erfolg der Arbeiter-, Frauen – und Volksbewegung in den USA! Aber auch Biden steht für eine massenfeindliche Politik.

In Deutschland scheitert in verschiedenen Konzernen, wie u.a. bei Daimler, bei VW und Opel die reformistische Taktik der „Zukunftsverträge“ offen. Den Arbeitern wurde versprochen, auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten, wenn sie im Gegenzug auf einen Teil des Lohns verzichten. Das wurde dann als „Arbeitsplatzgarantie“ verkauft. Die klassenkämpferischen Kollegen haben solche Erpressungsverträge immer abgelehnt. Erstens zahlen wir nicht mit Lohnverlust dafür, dass wir weiter ausgebeutet werden dürfen. Und zweitens hat jeder  dieser Verträge die Klausel, dass er in Krisenzeiten seine Gültigkeit verliert. Daimler, MAN und Opel drohen jetzt aufgrund solcher Verträge mit betriebsbedingten Kündigungen.

Auch unter Corona-Bedingungen nehmen die Kolleginnen und Kollegen dieser Konzerne den Kampf um jeden Arbeitsplatz auf wie z.B. in Rüsselsheim mit einem gewerkschaftlichen Aktionstag mit Autokorso mit Demoradio am 24. November mit 1.500 Autos und mehr als 3.000 Teilnehmern gegen die Angriffe auf die Belegschaft. Auch die Werke Kaiserslautern und Bochum haben sich mit ihren Familien daran beteiligt.

In Eisenach wurde die zweite Schicht weitgehend eingestellt. Die Belegschaft hat kämpferische Pausenversammlungen gemacht und am Aktionstag ebenfalls einen Autokorso.

In Bochum steht der Kampf gegen das systematische Mobbing und gegen die Verlängerung der Arbeitszeit im Zentrum.

Es ist an der Zeit, jetzt vor allem den Kampf für die 30-Stundenwoche bei vollem Lohnausgleich aufzunehmen gegen Versuche, die Arbeitszeit zu verlängern oder die Arbeitszeit ohne vollen Lohnausgleich zu verkürzen. Beides würde Lohnabbau bedeuten, was wir keinesfalls akzeptieren können.

Aus Bogota (Kolumbien) bekamen wir einen Bericht über die dramatische Situation der GM-Arbeiter und ihrer Gewerkschaften. Mit Genehmigung des Arbeitsministeriums wurden über 100 Arbeiter entlassen, darunter kranke und verletzte Arbeiter. Die Mahnwache der entlassenen verletzten Arbeiter und ihrer Organisation ASOTRECOL hält nun schon über 9 Jahre oder 3400 Tage an. Sie widersetzen sich der Praxis von GM, über Jahrzehnte immer wieder verletzte Arbeiter zu entlassen und dafür junge und gesunde Arbeiter einzustellen. Im Betrieb konnten die Arbeiter und ihre Gewerkschaften in dieser Situation den Verlust von einigen Lohnbestandteilen nicht verhindern.

Auch aus Gliwice (Polen) wird uns berichtet, dass die Situation der Arbeiter noch nie so schlecht war. Kollegen werden erpresst, nach Frankreich zum Arbeiten zu gehen, andere wurden in das Motorenwerk Tychy versetzt und etwa 700 haben ihren Arbeitsplatz verloren. Erst im August 2022 sollen die Kollegen wieder nach Gliwice zurückkehren.

Die Umweltkrise verschärft sich weiter dramatisch mit dem Schmelzen des Polar-Eises, Trockenheit und Überschwemmungen. Die Umstellung des Verkehrs auf Null-Emissionen muss beschleunigt werden! Hier sind unsere Kolleginnen und Kollegen in den USA sehr aktiv für die Umstellung der Produktion. Wir sind uns aber auch im Klaren, dass die Rettung der menschlichen Lebensbedingungen auf der Erde einen systemverändernden Kampf erfordert.

Das Krisenchaos des kapitalistischen Systems erfordert, über dieses System hinaus zu denken. Wir haben uns bei unserer 2. Internationalen Automobilarbeiterkonferenz im Februar in Südafrika verständigt, dass wir antikommunistische Denkverbote nicht akzeptieren. Darüber sollten wir uns auch mehr austauschen und eure Berichte und Erfahrungen damit in den Betrieben sind sehr wertvoll! Wir rufen euch auf, die Homepage der IAC mehr für den Erfahrungsaustausch zu nutzen und uns auch regelmäßig über eure Erfahrungen zu berichten, nicht nur wenn es Angriffe oder Kämpfe gibt, sondern auch über die Arbeit zur Vorbereitung von Kämpfen und wie ihr bisher unser beschlossenes Kampfprogramm verbreitet und eingesetzt habt.

Wir wünschen euch und uns allen schöne und erholsame Weihnachtsfeiertage und einen guten Rutsch in ein kämpferisches neues Jahr 2021.

Bleibt gesund! Mit solidarischen Grüßen,

Frank, Fritz und Verena

Fritz, Frank und Verena

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Termin

!!! Achtung !!! Termin wegen Corona-Pandemie durch das Gericht abgesagt

Kammertermin Christian Kowoll gegen Opel Group Warehousing GmbH

wegen drei Abmahnungen

am 18.12.2020 um 12.45 Uhr vor dem Arbeitsgericht im Justizzentrum Bochum

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Terminänderung

!!! Achtung Terminänderung !!!

Kammertermin Christian Kowoll gegen Opel Group Warehousing GmbH

wegen drei Abmahnungen

am 04.12.2020 um 12.00 Uhr vor dem Arbeitsgericht im Justizzentrum Bochum

am 18.12.2020 um 12.45 Uhr vor dem Arbeitsgericht im Justizzentrum Bochum

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Aktionstag

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IAC

Internationaler Umweltkampftag 2020:
Arbeiter- und Umweltbewegung gemeinsam
gegen die Zerstörung der natürlichen Umwelt !

Die Corona-Pandemie mit der von ihr verstärkten Weltwirtschafts- und Finanzkrise beherrscht das Weltgeschehen. Der Übergang zur weltweiten Umweltkatastrophe ist dadurch aber keineswegs abgeschwächt, im Gegenteil: Der CO²-Gehalt der Atmosphäre steigt weiter an, die Rodung der Regenwälder wurde u.a. durch die faschistoide Bolsonaro-Regierung in Brasilien noch beschleunigt. Durch das Abtauen antarktischer Eisschilde und des Grönlandeises ist ein Anstieg des Meeresspiegels um einen Meter im Jahr 2100 zu erwarten, Im März entstand das bisher größte Ozonloch über der Arktis.
Vermüllung der Weltmeere, Artensterben und die Zeitbombe Atomkraftwerke sind weitere Faktoren. Weltweit sind Millionen Menschen von Überschwemmungen, Waldbränden und Dürrekatastrophen betroffen. Die Zerstörung der Lebensgrundlagen wurde wesentlicher Faktor für den Anstieg der weltweiten Flüchtlingsbewegung auf über 80 Millionen Menschen.

Die Arbeiter-, Umwelt- und Jugendbewegung hat in den letzten Monaten gezeigt, dass Protestaktionen auch unter Beachtung des Gesundheitsschutzes wirkungsvoll durchgeführt werden können, im Kampf gegen eine teils weitgehende Einschränkung demokratischer Rechte durch die Regierungen. So gab es weltweit zum Schutz vor Covid-19 und am 1. Mai Demonstrationen und Kundgebungen. An der Bewegung „Black lives matter“ beteiligten sich Millionen Menschen, die Friday-for-Future-Bewegung beging am 25.9.2020 wieder einen „globalen Klimastreiktag“ und nicht zuletzt kämpfen Automobilarbeiter bei Nissan in Spanien, Renault in Brasilien, Smart in Frankreich, Daimler in Deutschland und viele weitere gegen Massenentlassungen, Werksschließungen und verschärfte Ausbeutung.

Die Einheit von Arbeiter- und Umweltbewegung ist auch am diesjährigen Umweltkampftag eine zentrale Frage zur Stärkung der Durchsetzungskraft der kämpferischen Umweltbewegung. In unserem Kampfprogramm, das von der 2. Internationalen Automobilarbeiterkonferenz im Februar 2020 in Südafrika verabschiedet wurde, heißt es dazu:Wir wollen uns nicht entscheiden zwischen Arbeitsplätzen und Umweltschutz – wir fordern beides! Nicht der Umweltschutz ist schuld an der Vernichtung von Arbeitsplätzen, sondern das Profitstreben der multinationalen Konzerne!“ und weiter: „Wir müssen weg von der Verbrennung fossiler Brennstoffe, sowohl beim Antrieb, als auch bei Produktion und Wiederverwertung der Rohstoffe, (…) Kampf für 100% emissionsfreien Verkehr, für
eine nachhaltige und umweltverträgliche Mobilität der Zukunft. Für eine Elektromobilität auf der Grundlage erneuerbarer Energien, wohl wissend, dass diese Technologien auch Nachteile mit sich bringen und nicht die Lösung sind. Für ein kostenloses öffentliches Verkehrswesen nach den Mobilitätsbedürfnissen der Menschen mit einer Elektro- und Wasserstoffmobilität auf der Grundlage vor allem regional erneuerbarer Energien. Dadurch können gleichwertige Ersatzarbeitsplätze geschaffen
werden. Der Individualverkehr muss reduziert werden.“

In diesem Sinn fördern wir Demonstrationen, Aktionen, betriebliche und gewerkschaftliche Aktivitäten zur Stärkung der internationalen Umwelt- und Arbeiterbewegung gegen die kapitalistische Profitwirtschaft, die jeden gesellschaftlichen Fortschritt unterminiert. Wir haben deshalb im Kampfprogramm
beschlossen: „Wir brauchen eine Strategiedebatte in den Autobelegschaften über antikapitalistische, gesellschaftliche und sozialistische Alternativen – gegen jede antikommunistische, antirevolutionäre und anti-antikapitalistische Stimmungsmache! Den sich verschlechternden Lebensbedingungen der Masse der Beschäftigten steht der wachsende Wohlstand einiger weniger Kapitalisten und internationaler Monopole gegenüber. Krisen und Kriege führen zu Chaos, zunehmendem Elend und auch zur Zerstörung unserer natürlichen Lebensgrundlagen.“

Arbeiter- und Umweltbewegung gemeinsam gegen die umweltzerstörende Profitwirtschaft!
Für den Schutz der natürlichen Umwelt und den Erhalt der Gesundheit der Menschen!
Gemeinsam gegen die weltweite tausendfache Vernichtung von Arbeitsplätzen!
Für die 30 Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich!
Hoch die Internationale Solidarität!

Mit solidarischen Grüßen
Ed Cubelo (Philippinen), Dieter Schweizer (Deutschland)
Koordinatoren der ICOG

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Flugblatt

Am 4. November ist unser neues Flugblatt Nr. 101 erschienen. Aus dem Inhalt:

  • Unsere Zukunft ist nicht verhandelbar!
  • Kriegserklärung von Gesamtmetall!?
  • Corona-Schutz ad absurdum?
  • Offensives Corona-Sofortprogramm vom März – heute aktueller als je zuvor!
  • Solidarität mit unseren Kolleginnen und Kollegen bei Daimler
  • Kündigung der Gruppenarbeit: Gibt’s hier etwa Probleme?
  • Keine Chance für Mobbing
  • Rechenschaftsbericht zur Betriebsratsarbeit

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Solidarität

Solidarität mit unseren Kolleginnen und Kollegen bei Daimler

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir senden Euch herzliche solidarische Grüße von Opel aus Bochum zu Eurem Kampf gegen die vom Daimler-Vorstand angekündigten Massenentlassungen und Werkschließungen! Aus eigenen Erfahrungen seit unserem siebentägigen selbständigen Streik von 2004 wissen wir, dass wir nur mit einem solchen kompromisslosen Kampf die Kraft haben, unsere Arbeiterinteressen durchzusetzen. Diesen Weg zu gehen ist nicht leicht, und er erfordert Mut und Entschlossenheit – aber einen anderen Weg gibt es für uns Arbeiter nicht.

So wie Ihr erleben auch wir gerade die Untauglichkeit der sogenannten „Zukunftstarifverträge“, die für uns nichts anderes als Lohnverzicht und Arbeitsplatzabbau bedeuteten, während sich die Aktionäre von Daimler oder PSA/Opel immer und immer mehr bereichert haben. Ihre Zusagen von Arbeitsplatzsicherheit und einem Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen stellen sich jetzt in der Krise als das heraus, was sie wirklich sind: nichts als Lügen und falsche Versprechungen, um uns ruhig zu halten.

Keine Belegschaft, die sich für den Weg des Kampfs entscheidet, wird alleine stehen. Das haben wir seit 2004 immer wieder auch von Euch erfahren. Das gilt heute umso mehr, wo außer Euch und uns noch viele Zehntausende Kolleginnen und Kollegen bei Ford, VW, MAN, Continental und in anderen Konzernen vor der gleichen Situation stehen.

Steffen Reichelt (Mitglied der IGM und Betriebsrat der Liste Offensiv)

Oliver Wähnert (Vertrauensmann der IGM)

Marco Gehrmann (Vertrauensmann der IGM)

Bernd Mietzner (Vertrauensmann der IGM)

Karl-Heinz Wittmann (Vertrauensmann der IGM)

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Termin

Gütetermin Christian Kowoll gegen Opel Group Warehousing GmbH

wegen drei Abmahnungen

am 09.09.2020 um 10.40 Uhr vor dem Arbeitsgericht im Justizzentrum Bochum

Kundgebung ab 9.30 Uhr vor dem Justizzentrum

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