Flugblatt

Heute ist unser Flugblatt Nr. 100 erschienen. Aus dem Inhalt:

  • Finger weg vom Tarifvertrag!
  • Opel-Angriffe ganz auf Linie der Metall-Kapitalisten
  • Jetzt aber mal Klartext!
  • „30 Stunden bei vollem Lohn? Und wer soll das bezahlen?“ …
  • Wie Opel Corona missbraucht …
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Solidarität

Liebe Kolleginnen und Kollegen von TKSE in Duisburg,

mit großer Begeisterung haben wir am Samstag von Eurem Streik und den Protestaktionen erfahren und haben unseren Kollegen sofort davon berichtet. Auch die Zeitung „Stahlkocher“ wurde am Montag vor unserem Zentrallager in Bochum verteilt und hat Euren Kampf breit bekannt gemacht.

Wir können Euch versichern, dass unsere Kollegen Euren Kampf sehr begrüßen und in ihm ein wichtiges Vorbild sehen: auch bei uns wurden mit dem Beginn der Corona-Pandemie und unter ihrem Vorwand alle Leiharbeiter bei Opel in Bochum abgemeldet und bis heute nicht wieder eingestellt. In der Kurzarbeitsphase und vor allem seit ihrem relativen Ende wurde die Arbeit massiv verdichtet. Der Leistungsdruck ist brutal gestiegen, genauso wie die Versuche zur Einschüchterung und Unterdrückung der Belegschaft. So wird Corona missbraucht, um von der kapitalistsichen Weltwirtschafts- und Finanzkrise abzulenken und uns Arbeiterin alle ihre Lasten aufzuerlegen. Tatsächlich sind unsere Kollegen im Werk Rüsselsheim aber schon seit September in Kurzarbeit, als Corona für uns alle noch ein Fremdwort war.

Auch bei uns wachsen aber der Widerstand und das Bewusstsein der Kollegen, sich zu wehren, uns es fanden in den vergangenen Wochen mehrere Informations- und Protestversammungen bei uns statt. Ihr seid in Eurem Kampf bereits einen Schritt weiter gegangen. Das ermutigt uns und fordert uns heraus. Jeden Versuch, Euch einzuschüchtern und Euren Kampf zu unterdrücken, verurteilen wir scharf.

Leider können wir heute Abend nicht bei Euch vor dem Tor sein. Aber die Solidarität und Kampfeinheit von Stahlarbeitern, Bergleuten und Opelanern haben im Ruhrgebiet eine starke Tradition, und werden sie weiterhin haben.

In diesem Sinne viele solidarische Grüße aus Bochum

Steffen Reichelt

(Betriebsrat der Liste Offensiv)

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Plakate und Aufkleber

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Solidarität

Wichtiger Teilerfolg für Christian Kowoll – Auseinandersetzung geht weiter!

Die Abmahnung von Christian wegen angeblicher „Störung des Betriebsfriedens“ musste die PA zurückziehen, sie war unhaltbar. Mal wieder eine Niederlage für Opel! Seine Klage gegen die Strafversetzung ins Bins auf die A-Schicht wurde heute jedoch abgewiesen – hier wird der Kampf gegen die Mobbing-Methoden weitergehen.

Bei einer kämpferischen Kundgebung vor dem Gerichtsgebäude kam die große Solidarität zum Ausdruck, die jetzt auch weiter gebraucht wird.

Wer einen von und angreift, der greift uns alle an!

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Solidarität

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Aktion

Aktion unserer Kolleginnen und Kollegen in Eisenach !

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Flugblatt

Heute ist unser Flugblatt Nr. 99 erschienen. Aus dem Inhalt:

  • 37,5 Stunden: das wäre Verrat an allem, wofür wir als Gewerkschafter stehen und gekämpft haben
  • Stimmungen und Meinungen von Kollegen
  • Betriebsversammlung 2.0
  • Arbeitsgericht lehnt Klage von Katrin Papke auf Weiterbeschäftigung bei Neovia ab
  • Kampfprogramm der Internationalen Automobilarbeiterkoordinierung beschlossen!
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Solidarität

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1. Mai

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1. Mai

25. April 2020

Aufruf der Internationalen Koordinierungsgruppe der Internationalen Automobilarbeiterkoordination zum 28. April dem Internationalen Tag für Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit und zum 1. Mai 2020

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Seit Anfang März hat sich aufgrund der Verbreitung des Corona-Virus und Covid-19 die Lage weltweit dramatisch verändert. Die Zahl der Infizierten und Todesopfer steigt, kein Ende ist absehbar. Dem am kapitalistischen Maximalprofit ausgerichteten Gesundheitssystem mangelt es an Krankenhauskapazitäten, Tests und Schutzausrüstungen. Besonders betroffen sind die riesigen Millionenstädte mit ihren großen Armenvierteln, wo das Ansteckungsrisiko hoch und die Gesundheitsversorgung minimal ist, viele die Familie nicht mehr ernähren können.

Die Gesundheitskrise hat die seit Mitte 2018 eingesetzte Weltwirtschaftskrise beschleunigt. Durch sie und durch Strukturkrisen mit dem Übergang zur Elektromobilität und Digitalisierung stehen Millionen Arbeitsplätze in der Auto- und Zuliefererindustrie auf der Abschussliste.

Wir rufen auf, um jeden Arbeitsplatz zu kämpfen und fordern die 30 Stundenwoche bei vollem Lohnausgleich. Das Herunterfahren der Automobilproduktion kommt einigen Konzernen nicht ungelegen, um ihre Überproduktion abzubauen, zumal sie staatlich subventionierte Ausgleichszahlungen in Milliardenhöhe erhalten.

In Ländern wie Südafrika, Philippinen oder Indien trifft der shutdown und die verhängte Ausgangssperre die Millionenmasse der Bevölkerung ins Mark. „No work – no pay! (Keine Arbeit – kein Lohn!) verstärkt vielfach Armut und Elend. Die Existenzsicherung auch von Automobilarbeiter*innen und ihren Familien ist massiv bedroht.

Statt massive Lohneinbußen fordern wir weltweit die 100-prozentige Bezahlung der durch die Corona-Gesundheitskrise ausgefallenen Arbeitstage durch die Konzerne.

Aus Profitgründen und im erbitterten internationalen Konkurrenzkampf soll bald die Wirtschaft und die Automobilproduktion wieder angefahren werden. Wir stellen uns darauf ein, einen entschiedenen Kampf gegen die Abwälzung der Krisenlasten auf die Automobilarbeiter und ihre Familien zu führen. „Wir zahlen eure Krise nicht“, muss international zur Leitlinie der Automobilarbeiter*innen werden. Ebenso akzeptieren wir nicht, dass das Hochfahren der Produktion riskant und ohne die Gesundheitssicherung der Arbeiter*innen erfolgt. Gesundheit vor Maximalprofit, das ist weltweit unser Maßstab. Während in der Öffentlichkeit Kontaktverbote verordnet wurden, sollen die Arbeiter in den Fabriken weiter Schulter an Schulter arbeiten.

Schon im März streikten die Belegschaften bei FCA in Italien, Daimler in Vittoria/Spanien oder Stuttgart/Deutschland berechtigt für die Stilllegung der Produktion, um sich vor Infektionen zu schützen.

Weltweit kämpfen Arbeiter*innen für Gesundheitsschutz und Stilllegung von Betrieben, die keine lebensnotwendige Produktion haben. In Brasilien setzte die Metallarbeitergewerkschaft mit der Drohung eines Generalstreiks die Schließung von 30 Fabriken durch und fordert Lohnfortzahlung und Erhalt der Arbeitsplätze. In Marokko, Indien und vielen anderen Ländern gibt es Proteste gegen strikte Ausgangssperren und Armut, gegen die Regierungspolitik und gegen gewaltsame Unterdrückung.

In Italien berieten 150 Personen von 12 Organisationen in einer Videokonferenz die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie und beschlossen 13 gemeinsame Forderungen. General-Electric-Arbeiter in den USA fordern die Umstellung der Produktion auf die Herstellung von Beatmungsmaschinen.

Schutzmaßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus sind notwendig. Wir wehren uns aber entschieden dagegen, wenn Notstandsmaßnahmen zur politischen Unterdrückung bis hin zur Verhängung des Kriegsrechts forciert werden und so Arbeiterkämpfe und Widerstandsaktionen verhindert werden sollen. Das betrifft auch unmittelbar den 1. Mai, den internationalen Kampftag der Arbeiterklasse. Trotz aller Einschränkungen gilt es dieses Jahr, kreativ eine geeignete Demonstrationskultur und Aktionsformen zu organisieren, in den Betrieben Aktionen durchzuführen und die kämpferische Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung weltweit zu verbinden.

Mit der Verbreitung unseres beschlossenen Internationalen Kampfprogramms, das wir im Februar auf der 2. Internationalen Automobilarbeiterkonferenz in Südafrika verabschiedeten, gehen wir in die Offensive und stärken die internationale Arbeiter- und Gewerkschaftseinheit. Das Internationale Kampfprogramm befasst sich sowohl mit der Gesundheitsvorsoge der Arbeiter*innen angesichts der gesteigerten Ausbeutung in den Betrieben, aber auch mit den Folgen des kriminellen Abgasbetrugs und des Übergangs in die Klimakatastrophe für die Gesundheit der ganzen Bevölkerung. Es gewinnt mit der Krisenentwicklung dieses Jahr angesichts der zu erwartenden Auseinandersetzungen und Kämpfe weiter an Bedeutung und gibt Orientierung. Das Versagen des kapitalistischen Systems in dieser Situation bestätigt den Aufruf im Kampfprogramm für eine Strategiedebatte für eine gesellschaftliche und sozialistische Alternative, gegen antikommunistische, antirevolutionäre und anti-antikapitalistische Stimmungsmache.

„Wir bleiben beim Kampf um bessere Lohn- und Arbeitsbedingungen nicht stehen. Wir wollen ein reiches, würdevolles und gesundes Leben aller Menschen in Einklang mit der Natur – eine Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung, weil eine andere Welt möglich ist.“

(Gründungsresolution der Internationalen Automobilarbeiterkoordination, Oktober 2015)

Trotz massiver Einschränkungen des öffentlichen Lebens durch die Corona-Pandemie und gegen jegliche nationalistische oder sozialchauvinistische Spaltung rufen wir alle Automobilarbeiter und ihre Familien weltweit auf zum 1. Mai dem internationalen Kampftag der Arbeiterklasse:

Für umfassenden Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit in der Corona-Gesundheitskrise!

Gegen das Nutzen der Corona-Gesundheitskrise zum weiteren Abbau und Unterdrückung politischer und demokratischer Rechte und Freiheiten, sowie gegen politische Notstandsmaßnahmen!

Keine Abwälzung der Krisenlasten auf die Automobilarbeiter*innen, ihre Familien und die Massen!

Automobilarbeiter*innen der Welt, überschreiten wir Grenzen und stärken wir die internationale Arbeitereinheit!

Mit solidarischen Grüßen

Ed Cubelo (Philippinen), Dieter Schweizer (Deutschland)

Koordinatoren der ICOG

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