Flugblatt

Heute ist unser neues OFFENSIV-Flugblatt Nr. 86 erschienen und im Zentrallager verteilt worden.

Aus dem Inhalt:

  • Betriebsratswahl: Wir von OFFENSIV stehen zu unserem Wort!
  • Unsere Prinzipien der OFFENSIV-Betriebsräte
  • Tarifrunde Metall & Elektro: Wer B sagt, muss auch A sagen!
  • Was hast du zu verbergen, Murat?
  • „Weihnachtsgeschenk“ für Personalabteilung: Zwei Niederlagen vor dem Arbeitsgericht
  • Rechtswidrige Kettenkündigung von Opel gegen Christian Kowoll

 

Hier die vollständige Fassung von zwei im Flugblatt gekürzten Artikeln:

 

Rechtswidrige Kettenkündigung von Opel gegen Christian Kowoll

Schon seit über drei Jahren wehrt sich Christian Kowoll mit unglaublichem Rückgrat gegen seine Kündigung nach der Schließung von Werk I. Mit Erfolg: im November 2016 hatte das Landesarbeitsgericht Hamm seine Kündigung für unrechtmäßig erklärt und bestätigt, dass Christian bei der „Sozialauswahl“ für die 245 Arbeitsplätze im Werk III betrogen worden war! Das interessiert Opel offenbar alles nicht, und sie sprachen eine erneute Änderungskündigung aus. Auch dagegen klagt Christian natürlich und hat nur unter Vorbehalt vorläufig seine Arbeit in Rüsselsheim angetreten. Sein nächster Prozess findet am 20. März 2018 in Hamm statt.

Jetzt der Hammer: Am 17. Januar bekam Christian eine dritte Kündigung mit Frist bis Ende August. Das sind rechtswidrige Trotzkündigungen! Offenbar hat Opel solche Angst vor einer erneuten Niederlage, dass die Konzernleitung nun alles versucht, um Christian durch Mobbing mürbe zu machen. Vergeblich! Auch gegen diese dritte Kündigung geht er natürlich vor. Auch sie wird keinen Erfolg haben, weil er dabei auf die volle Solidarität von OFFENSIV und vielen anderen Kollegen zählen kann! Wir fordern die Opel und die Opel Group Warehousing GmbH auf, dieses Mobbing sofort zu beenden und Christian endlich im Bochumer Lager zu beschäftigen!

Übrigens: Vor Gericht hat der Opel-Anwalt immer behauptet, sie könnten Christian gar keinen Arbeitsplatz im TuZ beschaffen, weil das ein rechtlich eigenständiges Unternehmen wäre. Wie lächerlich! Das hat Opel nicht davon abgehalten, ihm die dritte Kündigung aus Rüsselsheim durch zwei Mitarbeiter des Bochumer Werkschutzes persönlich überbringen zu lassen!

Darauf verpflichten wir uns: Die Prinzipien der OFFENSIV-Betriebsräte

  1. Betriebsräte gehören an die Basis. Um einem Abheben entgegen zu wirken, werden unsere OFFENSIV-Betriebsräte eine vollständige Freistellung ablehnen und einen Teil ihrer Arbeitszeit in der Produktion arbeiten.
  2. Keine Mauscheleien und Geheimratspolitik mit der Geschäftsleitung! Grunsätzlich keine wichtigen Beschlüsse im Betriebsrat ohne vollständige Information und ausreichende Zeit zur Diskussion in der Belegschaft.
  3. Wir lehnen jegliche Vergünstigungen und Privilegien zur persönlichen Bereicherung ab. Wir sind unbestechlich und nehmen keine Sonderzahlungen an. Die OFFENSIV-Betriebsräte haben ihre Lohngruppen behalten. Pöstchenjäger und wer nur seine eigene Haut retten und weg von der Arbeit will, haben im Betriebsrat nichts zu suchen!
  4. Für eine offene und ehrliche Diskussion mit sachlichen Argumenten. „Einheit im Betriebsrat“ ist kein Wert an sich. Einheit in wessen Interesse? Das Klima wird nicht durch unterschiedliche Auffassungen versaut, sondern durch Diffamierung von Personen. Wir warden jegliche Verleumdungen und unsachlichen Behauptungen gegen unsere Betriebsräte und andere Kollegen entscheiden zurückweisen.
  5. Wir werden gegenüber der Belegschaft regelmäßig Rechenschaft über unsere Betriebsratsarbeit ablegen. Dazu haben die OFFENSIV-Betriebsräte im Werk halbjährliche Rechenschaftsberichte veröffentlicht und Treffen von OFFENSIV genutzt.
  6. Wir verpflichten uns, den Kampf der Belegschaft in allen ihren Anliegen zu fördern und zu unterstützen und arbeiten dazu aktiv in der IG Metall.
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