PSA Opel

Wir dokumentieren einen Artikel aus einem Flugblatt der CGT Mulhouse:

Opel: ein Kauf zum Wohl der Aktionäre!

PSA und GM wollen Opel verkaufen, das Dutzende Fabriken besitzt, über 40.000 Beschäftigte hat und offiziell Verluste schreibt.

Den Medien nach wird der Kauf von Opel PSA 2 Milliarden Euro kosten

PSA hat kein Geld, um unsere Löhne zu erhöhen und beschäftigt Leiharbeiter, hat aber Milliarden zur Steigerung seiner Profite.

Wenn dieses Geschäft erfolgreich verläuft, wird die CGT nicht akzeptieren, dass dies auf Kosten der Beschäftigten in Deutschland und Frankreich geht, sowohl hinsichtlich der Beschäftigung wie auch der Kaufkraft!

Es ist sicher, dass Tavares versuchen wird, die Beschäftigten in Frankreich gegen diejenigen in Deutschland in Konkurrenz zu treiben. Auch wir werden unsere gemeinsamen Interessen über die Grenzen hinweg vorantreiben und verteidigen!

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PSA Opel

Übersetzung des Artikels über die Delegation aus den deutschen Opel-Werken, aus der Zeitung „L‘Est Républicain“ vom 13.05.17

Deutsche Gewerkschafter*innen bei PSA

Nach einem Zwischenstopp in Mulhouse besuchte eine siebenköpfige Delegation von deutschen Opel-Gewerkschafter*innen ihre CGT-„Genoss*innen“ und Arbeiter*innen in Sochaux.

Überraschend, gestern am frühen Nachmittag vorm „Piscine“-Tor des PSA Werks in Sochaux, das Treffen einer Delegation sowohl von CGT-Mitgliedern als auch von deutschen Gewerkschafter*innen. „Ihr Kommen nach Mulhouse war für diesen Freitag Morgen vorgesehen, jedoch nicht hier. Das hat sich erst im letzten Moment ergeben,“ erzählt Jérôme Boussard. Einer der Initiatoren der Bewegung ist Fritz Hofmann, Mitglied des Betriebsrates des deutschen Opel-Standorts Eisenach, gewerkschaftlicher Abgeordneter von IG Metall und Vertreter in der Internationalen Automobilarbeiterkoordination bei General Motors. Er gibt zu: Die Nachricht der Übernahme von Opel durch Peugeot im letzten Februar hat jenseits des Rheins Besorgnis ausgelöst und er hat sofort beschlossen die französischen Kolleg*innen der CGT zu kontaktieren: „Uns trifft das gleiche Schicksal. Man befürchtet, dass Tavares Werke in Frankreich, Deutschland und selbst in Spanien schließen wird. Zudem hat man Angst davor, dass er bestimmte Produktionsschritte an Zulieferer abgibt. Opel in Deutschland zählt annähernd 38000 Personen. Ziel unseres heutigen Besuchs war es, unseren Kolleg*innen aus Mulhouse und Sochaux sowie den Arbeiter*innen zu begegnen, um sich auszutauschen und den Kontakt aufzubauen. Wir müssen uns zusammenschließen. Die internationale Solidarität macht uns stärker!“ Wie dieser letzte Satz lautet auch der Untertitel des Flugblattes, das an die Beschäftigten verteilt wurde, die an diesem frühen Nachmittag den Standort Sochaux verließen.

Aurore Métais, eine der fünf CGT-Sekretär*innen von PSA, teilt diese Einschätzung: „Unsere Sorgen sind die gleichen auf beiden Seiten der Grenze. Wir haben ähnliche Sparten mit vielen Überschneidungen und die Geschäftsleitung sagt uns nichts.“ Dem stimmt Fritz Hofmann zu: „In Deutschland ist es dasselbe. Große Stille vor den Wahlen im September. Man könnte sagen, der Himmel zieht sich zu und die Zukunft ist ungewiss“, formuliert der Gewerkschafter in einem exzellenten Französisch. Gewitterhimmel? Auf der einen Seite der Blitz des Opel-Emblems, auf der anderen die scharfen Krallen des Peugeot-Löwen. Die Gewerkschafter*innen an beiden Rhein-Ufern sind klar entschlossen gemeinsam den Kampf anzutreten, um, so wie es im Flugblatt heißt, „unsere Stellen, unsere Gehälter, unseren sozialen Status zu verteidigen“.

S.B.

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PSA Opel

Arbeiter von PSA und Opel: Internationale Solidarität macht uns stark!

Am Freitag, 12. Mai, besuchten Opel-Arbeiter aus den Werken Bochum, Rüsselsheim und Eisenach ihre Kollegen bei PSA (Peugeot-Citroên) und der Gewerkschaft CGT in Frankreich. Anlass war, nach Bekanntwerden des Verkaufs von Opel durch den amerikanischen Konzern GM an PSA gar nicht erst die bevorstehenden Angriffe auf die Arbeiter abzuwarten – sondern von vornherein die internationale Solidarität und Kampfeinheit der Belegschaften aufzubauen. Schon in den letzten Jahren gab es, ausgehend von der Internationalen Automobilarbeiterkoordination, wichtige Initiativen und gegenseitige Besuche, vor allem im Kampf gegen die Schließung der Werke von Opel Bochum und PSA Aulnay.

Zu dem Treffen in Mulhouse kamen französische Arbeiter und Gewerkschafter aus den Werken Mulhouse, Sochaux und Poissy. Sie betonten begeistert, dass sie ebenfalls die internationale  Zusammenarbeit mit den kämpferischen Kräften bei Opel und in der IGM stärken wollen. Sie sind sich auch sicher, dass der Kauf von Opel durch PSA Angriffe auf alle Werke in Frankreich und Deutschland zur Folge haben wird. Es gab einen ersten Erfahrungsaustausch, Festlegungen für die künftige enge Kommunikation und Vorschläge für eine gemeinsame Erklärung und weitere Besuche – das nächste Mal vielleicht in Rüsselsheim.

Danach verteilte die Delegation von Opel Flyer vor dem Tor des PSA-Stammwerks in Sochaux und knüpfte Kontakte zu den französischen Arbeitern, unterstützt von Kollegen der CGT. Die Freundlichkeit und Offenheit der PSA-Kollegen war beeindruckend, viele bedankten sich für den Besuch. Nach einem gemeinsamen Mittagessen folgte noch ein Interview mit einer überregionalen Zeitung.

Schon im letzten Monat gab es in Spanien ein Treffen der Arbeiter von Opel Saragossa und den PSA-Werken in Madrid und Vigo, ebenfalls ausgehend von Aktivisten der Internationalen Automobilarbeiterkoordination.

Das sind hervorragende und ermutigende Schritte hin zu einer internationalen Zusammenarbeit und Koordinierung des Kampfs der Arbeiter von PSA und Opel!

Hier der Link zum Artikel in der Zeitung Est Republicain.

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1. Mai

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Prozess

Der Gütetermin von Christian Kowoll gegen die erneute Änderungskündigung durch Opel findet am Freitag, 12. Mai 2017, um 12.00 Uhr vor dem Arbeitsgericht Bochum statt.

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Solidarität

Wiesbaden, den 3. April 2017

Solidarität mit den Opel- und PSA-Beschäftigten

Tous ensemble – Alle zusammen!

Wir, die Wählerinitiative Wiesbaden, Rüsselsheim, Mainz der INTERNATIONALISTISCHEN LISTE / MLPD, erklären uns solidarisch: Gemeinsamer Kampf um jeden Arbeitsplatz in Deutschland und Frankreich!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wenn GM-Chefin Mary Barra und PSA-Chef Tavares monatelang geheim verhandeln, müssen sie ganz schön Angst vor Eurer Reaktion gehabt haben. Nicht zu Unrecht. Haben sie es doch mit zwei kampferfahrenen Belegschaften zu tun. Nicht umsonst heißt es „Kämpfen wie in Frankreich!“ und „Kämpfen wie bei Opel!“

Nun versuchen sie Euch zu beruhigen „Mit PSA würde alles besser“. Doch der Verkauf von Opel ist Teil einer umfassenden Umstrukturierung der Autoindustrie. PSA rückt dadurch im Konkurrenzkampf auf Platz zwei in Europa, hinter VW. Die Erfahrung zeigt, dass solche Zusammenschlüsse immer zur Profitmaximierung auf Kosten der Arbeiter und Angestellten gemacht werden. Tavares ist als knallharter „Sanierer“ bekannt und auch GM hat in Europa in den letzten Jahren bereits vier Werke geschlossen. Nicht nur VW ist mit der illegalen Diesel-Strategie gescheitert. Alle Autokonzerne sind darin verwickelt und bereiten sich auf einen verschärften Konkurrenzkampf auch mit neuen chinesischen und indischen Konkurrenten vor. Das wird verbunden sein mit Angriffen auf Löhne und Arbeitsplätze mit allen negativen Folgen auf die Region und die Familien. Die Seifenblase der „ewig sicheren Arbeitsplätze“ im Stammwerk Rüsselsheim zerplatzt an der Realität des Kapitalismus. Viele Familien haben ihre Lebensplanung auf dieser vermeintlichen Sicherheit aufgebaut und nicht wenige Opel-Arbeiter aus Bochum sind deshalb nach Rüsselsheim gezogen.

Die Chefs der Autokonzerne drohen damit, dass bei der Umstellung auf Elektro-Antriebe viele Arbeitsplätze wegfallen, nach der kapitalistischen Logik: „Umweltschutz kostet Arbeitsplätze.“ Das soll die Automobilbelegschaften davon abhalten, den Kampf um gesunde und umweltverträgliche Arbeits- und Lebensbedingungen aufzunehmen. Auf Kosten der Verursacher können Millionen von Arbeitsplätzen geschaffen werden, zur Beseitigung von Umweltschäden, in der Umstellung auf erneuerbare Energien und Total-Recycling.

Auf unserem letzten Treffen des Bündnisses haben Opel-Kollegen aus Rüsselsheim berichtet wie Euch von Geschäftsleitung, Regierung und auch vom Betriebsrats-Vorsitzenden und führenden Gewerkschaftern, Sand in die Augen gestreut wird um Euch ruhig zu halten. Abwarten war in solchen Situationen noch nie ein guter Ratschlag. Das hilft nur den Konzernchefs ihre Pläne weiter vorzubereiten und Euch am Schluss vor vollendete Tatsachen zu stellen. Die Arbeiter sind immer stark, wenn sie die Spaltung zwischen den Standorten überwinden und über Ländergrenzen hinweg zusammen kämpfen. Dabei werden wir Euch mit allen unseren Möglichkeiten unterstützen. Denn jeder vernichtete Arbeitsplatz fehlt den nächsten Generationen und wird den jungen Menschen noch mehr Leiharbeit und befristete Arbeitsverträge bescheren.

Die Wählerinitiative ist Teil des neu gegründeten bundesweiten INTERNATIONALISTISCHEN BÜNDNIS, in dem bereits 15 Organisationen und diverse Einzelpersonen mitmachen. Wir kandidieren als INTERNATIONALISTISCHE LISTE / MLPD zur Bundestagswahl. In unseren Grundsätzen haben wir beschlossen:

„Die internationalistischen, klassenkämpferischen, antifaschistischen und revolutionären Kräfte der Arbeiter-, Frauen-, Jugend- und Umweltbewegung müssen enger zusammenarbeiten! Denn ohne Veränderung der gesellschaftlichen Verhältnisse kann in der heutigen Zeit kein einziges grundlegendes Problem gelöst werden. Diesem strategischen Blick für die Zukunft der Menschen fühlen wir uns verpflichtet und wollen die Zersplitterung des revolutionären Potentials in Deutschland überwinden. Wir entwickeln eine organisierte Zusammenarbeit auf der Grundlage des Kampfes in den vielfältigen Fragen in denen Einigkeit besteht.

In diesem Sinne ist es uns eine Herzensangelegenheit Euch im Kampf um Eure berechtigten Forderungen zu unterstützen. In unserer Region sind bereits seit 2016 mehrere tausend Arbeitsplätze von Verlagerung, Schließung und Vernichtung betroffen, wie z.B.:

In Mainz bei: IBM, Nestlé, Cargill (Rapsöl, Biodiesel), DB Cargo,

in Wiesbaden: CSC (Computer Sciences Corporation), Kion (Linde-Stapler), Julius Berger (Bau),

in Höchst: Sanofi Aventis, usw.

Wir laden deshalb alle interessierten Kolleginnen und Kollegen ein, in unserem Bündnis aktiv zu werden, um Erfahrungen auszutauschen und um gegenseitige Solidarität zu entwickeln im Kampf für die Verbesserung der sozialen Lage der Werktätigen auf Kosten der Profite.

Mit solidarischen Grüßen

i.A. Martin Seyffer

INTERNATIONALISTISCHE LISTE / MLPD

Wählerinitiative Wiesbaden, Rüsselsheim, Mainz

c/o Martin Seyffer

Sedanplatz 3

65183 Wiesbaden

E-Mail: internationalistische.liste.wi@gmail.com

Infos bundesweit: http://www.internationalistische-liste.de

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Presse

Rote Fahne News, 06.04.2017

Außerordentliche Betriebsversammlungen bei Opel: Das Blaue vom Himmel versprochen!

 Außerordentliche Betriebsversammlungen bei Opel: Das Blaue vom Himmel versprochen!
Die Opelaner sind eine kämpferische Truppe, wie hier 2015 (rf-foto)

Heute Mittag fanden in allen vier deutschen Opel-Werken außerordentliche Betriebsversammlungen statt. Seit Bekanntwerden der Pläne von GM, Opel an den PSA-Konzern zu verkaufen, wächst die Unruhe. In Rüsselsheim, Eisenach und Bochum wurden kämpferische Arbeiter und Gewerkschafter immer mehr zu Meinungsführern in der Frage, sich auf einen harten Kampf gemeinsam mit den französischen Kollegen vorzubereiten. Das hat nicht nur beim Vorstand und der rechten Betriebsratsführung zu großer Nervosität geführt, sondern auch bei Bundes- und Landesregierungen, die gestern ein Krisentreffen mit PSA-Chef Carlos Tavares in Berlin durchführten.

Die Angst vor einem konzernweit und länderübergreifend geführten Streik, zumal noch im Jahr der NRW- und Bundestagswahl, ließ den Opel-Vorstand heute auf allen Versammlungen das Blaue vom Himmel versprechen. Gesicherte Betriebsrenten und Tarifverträge in Bochum, Auslastung für Eisenach, Rüsselsheim und Kaiserslautern „bis weit über 2020 hinaus“: fast könnte man meinen, PSA kaufe Opel rein aus Sorge um die Existenz der Arbeiter und ihrer Familien – und nicht, um in einer knallharten Vernichtungsschlacht zur Nummer 2 in Europa aufzusteigen.

Viele Kollegen sind skeptisch und zurecht wachsam. Redebeiträge, die sich für internationale Kampfmaßnahmen aussprachen, bekamen deutlichen Applaus. In Rüsselsheim war der Tagesordnungspunkt Aussprache mit 1.000 Kollegen so gut besucht wie nie. Auch wurden kämpferische Beiträge zu Leiharbeit und Übernahme in Rüsselsheim oder zum internationalen Aktionstag der Solidarität mit den Streikführern bei Maruti-Suzuki in Indien deutlich begrüßt. Antikommunistische Ausfälle von einzelnen Betriebsräten, wie bei der letzten Versammlung in Rüsselsheim, blieben diesmal fast ganz aus, nachdem das bei verschiedenen Gelegenheiten öffentlich mit klaren Worten verurteilt worden war. Die Reaktion der Betriebsrats-Vorsitzenden, den absurden Versprechungen Glauben zu schenken und auf Kampfmaßnahmen verzichten zu wollen, ist für viele Kollegen unverständlich und ein falsches Signal.

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