Pressemitteilung

Zweite Niederlage von Opel bei dem Versuch, Christian Kowoll zu kündigen!

Am Dienstag, 20. März, hat das Landesarbeitsgericht Hamm auch die zweite Änderungskündigung von Christian Kowoll durch die Opel Automobile GmbH für unrechtmäßig erklärt. Damit ist Christian nun mehr als drei Jahre nach der Schließung des Werks I in Bochum ungekündigt, obwohl Opel sich weiterhin weigert, ihn zu beschäftigen. Dieser erneute, großartige Teilerfolg ist Ergebnis seiner Unbeugsamkeit sowie der großen Solidarität und Unterstützung durch seine Kollegen und Freunde!

Zum Hintergrund: Christian Kowoll hatte es im Zuge der Bochumer Werkschließung abgelehnt, einen Aufhebungsvertrag zu unterschreiben. Zusammen mit vielen anderen hatte er konsequent gegen die Schließung von Werk I gekämpft. Er war und ist bis heute nicht bereit, sich seine Rechte als Arbeiter abkaufen zu lassen, was er auch am Dienstag bei Gericht deutlich zu verstehen gab. Bei seiner damaligen Bewerbung auf die Ersatzarbeitsplätze im Zentrallager von Opel/Vauxhall in Bochum (ehemaliges Werk III) wurde er gezielt hintergangen; das hatte die 3. Kammer des LAG Hamm im November 2016 festgestellt. Die erste Änderungskündigung durch Opel vom Januar 2015, mit der Christian entweder ins Werk Rüsselsheim oder in die Arbeitslosigkeit gezwungen werden sollte, wurde vom LAG Hamm bereits für ungerechtfertigt erklärt. Die unmittelbar darauffolgende zweite Änderungskündigung sah das Gericht nun völlig zurecht als unzulässige Wiederholungskündigung an und erklärte auch sie für unwirksam.

Schon im Vorfeld dieses Gerichtstermins ereignete sich ein Skandal, der das ganze politische Ausmaß dieser Auseinandersetzung verdeutlicht. Vorbehaltlich der Entscheidung des LAG Hamm hatte Christian im vergangenen November die Arbeit im Opel-Werk Rüsselsheim aufgenommen – so, wie Opel es von ihm verlangt hatte. Am 8. Januar erhielt er dann dort eine dritte Kündigung. Noch unfassbarer als diese Tatsache allein ist die Begründung, dass diesmal der Rüsselsheimer Betriebsrat seiner Beschäftigung widersprochen habe, weil Christian Kowoll einem Leiharbeiter bzw. Jungfacharbeiter die Aussicht auf einen Arbeitsplatz wegnähme und außerdem Mitglied der Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschlands (MLPD) sei. Ganz abgesehen von der Tatsache, dass der Opel-Vorstand zur Zeit auf Druck der Groupe PSA im ganzen Konzern Hunderte Leiharbeiter entlässt und den Jungfacharbeitern eine Übernahme verweigert: seit wann ist die Mitgliedschaft in einer linken Arbeiterpartei, welche hier ohnehin nur unterstellt wird, für Betriebsräte Anlass, die Entlassung eines Kollegen zu fordern? Der Rüsselsheimer stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Uwe Baum, der das uns vorliegende Schreiben namentlich unterzeichnete, sowie der Bochumer Betriebsratsvorsitzende Murat Yaman, der dieser Kündigung bewusst nicht widersprach und der bereits bei der Benachteiligung von Christian Kowoll in der Vergabe der Bochumer Ersatzarbeitsplätze federführend war, machen sich hier ganz offen zum Vollstrecker einer arbeiterfeindlichen, unterdrückerischen Personalpolitik des Konzernvorstands.

Gegen die dritte Kündigung hat Christian Kowoll selbstverständlich ebenfalls Klage erhoben, ein Kammertermin hierfür ist vor dem Arbeitsgericht Darmstadt am 26. April angesetzt.

Wir von der Betriebsratsliste OFFENSIV bei Opel in Bochum kennen und schätzen Christian Kowoll seit Jahren als kämpferischen und unbeugsamen Arbeiter und Gewerkschafter. Er kandidierte auf unserer Liste bei den Betriebsratswahlen 2014 auf dem Höhepunkt des Kampfs gegen die Werkschließung, wodurch er, wie andere unserer Kollegen auch, den ganzen Hass der Werksleitung und des Vorstands auf sich zog. Es war und ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass sein Kampf gegen die Kündigungen und für einen Arbeitsplatz in Bochum oder Rüsselsheim unsere gemeinsame Sache ist.

Für detailliertere Informationen, dokumentierendes Material und die Vermittlung eines persönlichen Gesprächs mit Herrn Kowoll bieten wir Ihnen gerne an, sich jederzeit mit uns in Verbindung zu setzen.

Steffen Reichelt und Oliver Wähnert

180322 Offensiv – Pressemitteilung zum Prozess Christian Kowoll gegen Opel

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BR-Wahl ´18

OFFENSIV (Liste 2) erreicht Wahlziel und verteidigt Betriebsratsmandat!

Bei der Betriebsratswahl am 14. März im Zentrallager Bochum hat OFFENSIV (Liste 2) sein Ziel erreicht und das bisherige Betriebsratsmandat verteidigt. Jede Stimme für OFFENSIV war eine bewusste Richtungsentscheidung für eine kämpferische, internationalistische Gewerkschaftsarbeit und eine Kampfansage an die Erpressung durch den PSA/Opel-Vorstand und dessen Ausbeutungsprogramm PACE. Angesichts der harten Auseinandersetzungen, die der Konzernbelegschaft bevorstehen, ist das eine wichtige Grundlage!

Die Liste „Wir gemeinsam“ des Betriebsratsvorsitzenden Murat Yaman verlor zwei Mandate und stellt damit nur noch eine knappe absolute Mehrheit von sieben Mandaten bei 13 Betriebsräten. Mit dem gescheiterten Versuch, eine Reserveliste der IG Metall in ihrer Aufstellung zu manipulieren, trägt sie die Verantwortung dafür, dass erneut keine Persönlichkeitswahl zustande kam.

Die vorläufigen Wahlergebnisse im Überblick:

  • Wir gemeinsam (Liste 1): 416 Stimmen; 54,0%; 7 Mandate (-2)
  • OFFENSIV (Liste 2): 59 Stimmen; 7,7%; 1 Mandat (+0)
  • Betriebskultur (Liste 3): 221 Stimmen; 28,7%; 4 Mandate (+1)
  • Bochumer Belegschaft (Liste 4): 74 Stimmen; 9,6%; 1 Mandat (+1)

Bei 869 Wahlberechtigten lag die Wahlbeteiligung bei 89,4%.

OFFENSIV bedankt sich bei allen seinen Kandidaten, Wählern und den Kolleginnen und Kollegen, die uns in den letzten drei Jahren unterstützt haben!

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Erklärung

Skandal: Betriebsratsspitze betreibt Entlassung von Christian Kowoll

Wir berichteten im vorletzten OFFENSIV-Flugblatt vom 24. Januar bereits über die erneute Kündigung unseres Kollegen Christian Kowoll. Was zuerst keiner glauben konnte, hat sich nun bestätigt: Die Kündigung erfolgte auf ausdrücklichen Antrag der Betriebsratsspitze in Rüsselsheim, namentlich des stellvertretenden BR-Vorsitzenden U. Baum, sicherlich aber nicht ohne Absprache mit Wolfgang Schäfer-Klug. Die Begründung (die OFFENSIV schriftlich vorliegt) ist eine skandalöse offene Diskriminierung: Christian sei Mitglied der MLPD, würde deshalb den sogenannten „Betriebsfrieden“ stören und außerdem einem Leiharbeiter-Kollegen den Arbeitsplatz wegnehmen! Unabhängig davon, wie man im Einzelnen zu OFFENSIV steht – dass Betriebsräte ihre Funktion missbrauchen, um aufgrund politischer Meinungsverschiedenheiten eine Kündigung durchzusetzen, statt Kündigungen zu verhindern – das kann kein Kollege dulden! Das muss Uwe Baum sofort öffentlich zurücknehmen und sich dafür rechtfertigen.

Christian verkörpert die Grundlinie von OFFENSIV, die ganzen Jahre konsequent um jeden Arbeits- und Ausbildungsplatz zu kämpfen und die Werksschließung nicht zu akzeptieren. Hier nochmal ein kurzer Rückblick: Christian unterschrieb 2015 den Aufhebungsvertrag nicht, wurde bei der Arbeitsplatzvergabe für Werk 3 benachteiligt, kämpfte vor Gericht erfolgreich gegen eine Änderungskündigung nach Rüsselsheim und erklärte sich dann im November 2017 vorbehaltlich der Gerichtsentscheidung bereit, in Rüsselsheim zu arbeiten – so wie Opel es wollte. Nach einigen Wochen Arbeit dort erhielt er am 8.1. die (nun dritte) Kündigung in Rüsselsheim, gegen die er ebenfalls selbstverständlich klagt. Nach dem Gütetermin wurde seinen Rechtsanwälten dann die Stellungnahme des stellvertretenden Betriebsratsvorsitzenden Uwe Baum mitgeteilt. Auch der Bochumer BR-Vorsitzende Murat Yaman ist involviert: als Vertreter des letzten Betriebsrats erhielt er am 15.12. den Antrag der Geschäftsleitung auf Kündigung von Christian und widersprach dem nicht. Auch informierte er den restlichen Betriebsrat nicht, was seine Pflicht gewesen wäre. Ein unterlassener Widerspruch gegen eine Kündigung innerhalb der Wochenfrist ist rechtlich gleichbedeutend mit einer Zustimmung. Murat, Betriebsräte sind dazu da, Kündigungen zu verhindern, nicht ihnen zuzustimmen, weil einem jemand vielleicht nicht gefällt! Oder hast du schon die Logik eines Schäfer-Klug und der Geschäftsleitung übernommen?

Wir fragen: Wie kommt Uwe Baum überhaupt auf den Vorwurf der MLPD-Mitgliedschaft? Wird jetzt jeder kämpferische Kollegen als MLPD-Mitglied abgestempelt und damit auch noch zum Freiwild erklärt? Man kann unterschiedliche Meinungen zur MLPD haben. Es gibt immer unterschiedliche Ansichten über den Kapitalismus und eine Alternative dazu. Darüber kann man sich in der Arbeiterbewegung solidarisch auseinandersetzen. Was die BR-Spitze aber betreibt, ist eine offene Unterdrückung anderer Meinungen. Die MLPD unterstützt auf jeden Fall seit über 20 Jahren den Kampf bei Opel und organisiert die Solidarität. Wer unter „Betriebsfrieden“ die vollständige Unterwerfung unter die Profitinteressen von PSA/Opel versteht, könnte sich natürlich gestört fühlen. Will die Betriebsratsspitze so die Kritik an ihrem Co-Management, an ihrer Unterwerfung unter die Profitlogik, abbügeln? Wenn Argumente ausgehen, war es schon häufig eine Methode, mit Mobbing gegen unliebsame Kolleginnen und Kollegen vorzugehen.

Gerade jetzt, wo PSA-Chef Tavares zum Angriff auf uns Arbeiter übergeht, schlägt sich die Betriebsratsspitze damit voll auf die Seite der Geschäftsführung, statt sich für den Zusammenschluss der Arbeiter aus allen Werken gegen die Angriffe des Vorstands einzusetzen. Der Kampf um jeden Arbeitsplatz und um die Übernahme aller Leiharbeiter steht auf der Tagesordnung. OFFENSIV kämpft in Bochum schon seit Jahren und aktuell im Bochumer Zentrallager aktiv um jeden Arbeitsplatz – auch gegen die Entlassung und schlechte Bezahlung von Leiharbeitern. Und dann soll ein Kollege, der in diesem Kampf vorne dran steht, verantwortlich sein für die Entlassung eines Leiharbeiter-Kollegen? Die Geschäftsführung entlässt die Leiharbeiter und betreibt Zwangsversetzungen von Eisenach und Gliwice nach Rüsselsheim und Bochum. Wer den Kampf dagegen spaltet, macht sich mitverantwortlich – und nicht derjenige, der den Kampf dagegen führt.

Für OFFENSIV war und ist die unverbrüchliche Solidarität mit diesen Kolleginnen und Kollegen Selbstverständlichkeit. Das entspricht auch dem gewerkschaftlichen Grundgedanken der Solidarität.

Wir fordern die sofortige Weiterbeschäftigung des Kollegen Christian Kowoll bei Opel!

Für Gewerkschaften als Kampforganisationen!

Macht mit bei OFFENSIV!

180313 Offensiv Pressemitteilung – Skandal: Betriebsratsspitze betreibt Entlassung von Christian Kowoll

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Flugblatt

Heute ist unser neues Flugblatt Nr. 88 erschienen und wird im Zentrallager verteilt.

Aus dem Inhalt:

  • Drei gute Gründe, OFFENSIV – Liste 2 zu wählen!
  • Rechenschaftsbericht über unsere Betriebsratsarbeit
  • Skandal: Betriebsratsspitze betreibt Entlassung von Christian Kowoll (vollständiger Artikel siehe oben)
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8. März

OFFENSIV wünscht allen Frauen, und insbesondere unseren Kolleginnen im Zentrallager Bochum, alles Gute zum Internationalen Frauentag!

 

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BR-Wahl ’18

 Am 14. März Liste 2 – OFFENSIV wählen !

 

 

 

 

Hier unser Programm für die BR-Wahl 2018!

Unsere Kandidaten:

  1. Steffen Reichelt (Betriebsrat)
  2. Oliver Wähnert (Vertrauensmann)
  3. Marco Gehrmann (Vertrauensmann)
  4. Bernd Mietzner (Vertrauensmann)
  5. Kalle Wittmann (Vertrauensmann)
  6. Mariola Zajac
  7. Dirk Kobusch
  8. Jaroslaw Zajac
  9. Finn Hofmann
  10. Andreas Gniech
  11. Claus Hamm
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Flugblatt

Heute ist unser neues OFFENSIV-Flugblatt Nr. 87 erschienen und im Zentrallager verteilt worden.

Aus dem Inhalt:

  • Mogelpackung Tarifeinigung
  • „Wir Gemeinsam“ verhindert Persönlichkeitswahl und täuscht die Kollegen – am 14. März Liste OFFENSIV wählen
  • Leiharbeiter raus – polnische Kollegen rein (in die Bruchbude)?
  • Internationaler Informationsrundbrief GM-PSA Nr. 13 (Auszüge)
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BR-Wahlen

Automobiler sagen nein zu Faschisten und Neonazis – in den Betrieben und im Betriebsrat !

In den lokalen Zeitungen berichteten Sie in den letzten Tagen über das Treiben von Neonazis bei Daimler und im Betriebsrat, der faschistischen Gruppe „Zentrum“ im Werk Untertürkeim. Diese streben an, bei den kommenden Betriebsratswahlen in Untertürkeim, Sindelfingen und Rastatt weiter Fuß zu fassen.

Wir, Beschäftigte im Werk Sindelfingen und langjährige IGM´ler, zum großen Teil mit Mandat, erklären unsere Abscheu und unseren entschlossen Willen, allen neonazistischen, fremdenfeindlichen und antigwerkschaftlichen Kräften den Kampf anzusagen.

Wir sagen NEIN zu diesen Kräften, denn unsere Geschichte der Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung lehrt uns, Faschismus und Neonazis sind die Kräfte des Großkapitals gegen alle demokratischen freiheitlichen Kräften und die Arbeiterbewegung. Sie brachten uns Krieg und Verderben in der Geschichte.

Und heute sind die Kräfte des Zentrums bekannte Neonazis, NSU-Unterstützer, Ausländerfeinde, und deren Verbündete sind AfD-Höcke und Pegida-Gründer Bachmann. Was will das Zentrum ? Den erklärten Kampf gegen alle linken Kräfte, gegen die Einheitsgewerkschaft IGM und gegen unsere ausländischen Kollegen und Kollegen. Arbeitsplätze nur für Patrioten. Desweiteren uneingeschränkt für den Diesel-Motor, obwohl, neben den bewiesenen kriminellen Machenschaften des VW Konzerns an der Spitze, jetzt Mensch- und Tierversuche bekannt wurden. Sie sprechen sich scheinheilig gegen die Globalisierung à la  Trump aus und für Nationalismus und Patriotismus.

Das ist ganz im Sinne der Großkonzerne und der Berliner Parteien, welche massiv nach rechts gerückt sind. Und da sind starke kämpferische Gewerkschaften und Belegschaften ein Dorn im Auge des Systems.

Das Zentrum greift scheinheilig das Co-Management einiger Betriebsrats- und Gewerkschaftsfunktionäre an, fordert aber unverhohlen die Zerschlagung unserer Gewerkschaft, der IGM. Das ist ganz im Sinne des Monopolkapitals.

Wir dagegen, Daimler-Beschäftigte, IGM´ler, sagen, wir brauchen eine starke kämpferische IGM, in der alle antifaschistischen, demokratischen, ausländischen und deutschen Kollegen, junge und alte ihren Platz haben. Eine IGM, in der es keine Unvereinbarkeitsbeschlüsse geben kann, und eine IGM, die internationale Solidarität und den Zusammenhalt aller Automobiler fördert. Gerade die aktuelle Tarifrunde zeigt doch die Entschlossenheit, dass wir gemeinsam und solidarisch, ob ausländischer oder deutscher Kollege/Kollegin, bei den Streiks für unsere Interessen einstehen.

Und Zentrum will genau im Dienste der Großmonopole diesen solidarischen Zusammenhalt schwächen und die Einheitsgewerkschaft zerstören.

Nein zu den Neonazis in Betrieb und Gesellschaft, Verbot und Auflösung aller neonazistischen/faschistischen Parteien und Gruppierungen/Vereine.

Ja zur Solidarität aller Automobiler in der Welt und starken kämpferischen Gewerkschaften!

Klaus-Jürgen Hampejs

Pressesprecher: Verein der Freunde der internationalen Automobilarbeiterkoordination Sindelfingen e.V.

Gärtringen

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Flugblatt

Heute ist unser neues OFFENSIV-Flugblatt Nr. 86 erschienen und im Zentrallager verteilt worden.

Aus dem Inhalt:

  • Betriebsratswahl: Wir von OFFENSIV stehen zu unserem Wort!
  • Unsere Prinzipien der OFFENSIV-Betriebsräte
  • Tarifrunde Metall & Elektro: Wer B sagt, muss auch A sagen!
  • Was hast du zu verbergen, Murat?
  • „Weihnachtsgeschenk“ für Personalabteilung: Zwei Niederlagen vor dem Arbeitsgericht
  • Rechtswidrige Kettenkündigung von Opel gegen Christian Kowoll

 

Hier die vollständige Fassung von zwei im Flugblatt gekürzten Artikeln:

 

Rechtswidrige Kettenkündigung von Opel gegen Christian Kowoll

Schon seit über drei Jahren wehrt sich Christian Kowoll mit unglaublichem Rückgrat gegen seine Kündigung nach der Schließung von Werk I. Mit Erfolg: im November 2016 hatte das Landesarbeitsgericht Hamm seine Kündigung für unrechtmäßig erklärt und bestätigt, dass Christian bei der „Sozialauswahl“ für die 245 Arbeitsplätze im Werk III betrogen worden war! Das interessiert Opel offenbar alles nicht, und sie sprachen eine erneute Änderungskündigung aus. Auch dagegen klagt Christian natürlich und hat nur unter Vorbehalt vorläufig seine Arbeit in Rüsselsheim angetreten. Sein nächster Prozess findet am 20. März 2018 in Hamm statt.

Jetzt der Hammer: Am 17. Januar bekam Christian eine dritte Kündigung mit Frist bis Ende August. Das sind rechtswidrige Trotzkündigungen! Offenbar hat Opel solche Angst vor einer erneuten Niederlage, dass die Konzernleitung nun alles versucht, um Christian durch Mobbing mürbe zu machen. Vergeblich! Auch gegen diese dritte Kündigung geht er natürlich vor. Auch sie wird keinen Erfolg haben, weil er dabei auf die volle Solidarität von OFFENSIV und vielen anderen Kollegen zählen kann! Wir fordern die Opel und die Opel Group Warehousing GmbH auf, dieses Mobbing sofort zu beenden und Christian endlich im Bochumer Lager zu beschäftigen!

Übrigens: Vor Gericht hat der Opel-Anwalt immer behauptet, sie könnten Christian gar keinen Arbeitsplatz im TuZ beschaffen, weil das ein rechtlich eigenständiges Unternehmen wäre. Wie lächerlich! Das hat Opel nicht davon abgehalten, ihm die dritte Kündigung aus Rüsselsheim durch zwei Mitarbeiter des Bochumer Werkschutzes persönlich überbringen zu lassen!

Darauf verpflichten wir uns: Die Prinzipien der OFFENSIV-Betriebsräte

  1. Betriebsräte gehören an die Basis. Um einem Abheben entgegen zu wirken, werden unsere OFFENSIV-Betriebsräte eine vollständige Freistellung ablehnen und einen Teil ihrer Arbeitszeit in der Produktion arbeiten.
  2. Keine Mauscheleien und Geheimratspolitik mit der Geschäftsleitung! Grunsätzlich keine wichtigen Beschlüsse im Betriebsrat ohne vollständige Information und ausreichende Zeit zur Diskussion in der Belegschaft.
  3. Wir lehnen jegliche Vergünstigungen und Privilegien zur persönlichen Bereicherung ab. Wir sind unbestechlich und nehmen keine Sonderzahlungen an. Die OFFENSIV-Betriebsräte haben ihre Lohngruppen behalten. Pöstchenjäger und wer nur seine eigene Haut retten und weg von der Arbeit will, haben im Betriebsrat nichts zu suchen!
  4. Für eine offene und ehrliche Diskussion mit sachlichen Argumenten. „Einheit im Betriebsrat“ ist kein Wert an sich. Einheit in wessen Interesse? Das Klima wird nicht durch unterschiedliche Auffassungen versaut, sondern durch Diffamierung von Personen. Wir warden jegliche Verleumdungen und unsachlichen Behauptungen gegen unsere Betriebsräte und andere Kollegen entscheiden zurückweisen.
  5. Wir werden gegenüber der Belegschaft regelmäßig Rechenschaft über unsere Betriebsratsarbeit ablegen. Dazu haben die OFFENSIV-Betriebsräte im Werk halbjährliche Rechenschaftsberichte veröffentlicht und Treffen von OFFENSIV genutzt.
  6. Wir verpflichten uns, den Kampf der Belegschaft in allen ihren Anliegen zu fördern und zu unterstützen und arbeiten dazu aktiv in der IG Metall.
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IG Metall

Offener Brief an die IG Metall Ortsverwaltung Bochum/Herne

Für eine demokratische Urwahl der IGM-Reserveliste bei Opel!

Lieber Volker, liebe Eva,

wir begrüßen ausdrücklich den Vorschlag, zur Betriebsratswahl 2018 bei Opel eine Reserveliste der IG Metall aufzustellen. Schon viel zu lange sind Betriebsrat, VK-Leitung und Vertrauenskörper in unserem Betrieb in verschiedenste Listen gespalten. Das schwächt unsere Einheit, die wir gerade in den kommenden Auseinandersetzungen nach dem Kauf durch PSA dringend benötigen werden. Immer wieder wurden in der Vergangenheit Listen eingereicht und damit, entgegen dem breiten Wunsch der Kolleginnen und Kollegen, eine Persönlichkeitswahl verhindert. Es ist höchste Zeit, dass wir IGM-Mitglieder dieser Spaltung mit einer gemeinsamen Liste etwas entgegen setzen!

Aus diesem Grund fordern wir Euch dringend auf, bei der Aufstellung dieser Liste tatsächlich auch breiteste gewerkschaftliche Demokratie zu verwirklichen. Eine Urwahl aller Gewerkschaftsmitglieder zur Aufstellung der Liste würde bei einem Organisationsgrad von 85% den Willen der gewerkschaftlichen Basis am stärksten zum Ausdruck bringen! Nicht nur unsere Kolleginnen und Kollegen bei Opel in Eisenach zeigen uns momentan, wie das geht.

Die Ablehnung einer Urwahl durch Murat auf der Vollkonferenz der Vertrauensleute am 26. November und durch Volker auf der Betriebsversammlung am 16. Dezember ist für uns unverständlich und nicht zu akzeptieren. Eine Ablehnung dieses demokratischen Verfahrens ohne jedes inhaltliche Argument schürt bei uns und vielen weiteren Kolleginnen und Kollegen nur den Verdacht, dass damit die bestehenden Mehrheitsverhältnisse im Betriebsrat geschützt werden sollen.

Wir treten entschieden ein für breiteste gewerkschaftliche Demokratie. Das sagen wir ganz klar auch im Hinblick auf mögliche künftige Vorwürfe eines „gewerkschaftsschädigenden Verhaltens“. Schädlich für unsere IG Metall wären aber nur die taktischen Manöver weniger im eigenen Interesse.

Mit solidarischen Grüßen,

Marco Gehrmann (Vertrauensmann), Dieter Hillmann (Vertrauensmann), Bernd Mietzner (Vertrauensmann), Steffen Reichelt (Betriebsrat), Heinz Sokolowski (Vertrauensmann), Oliver Wähnert (Vertrauensmann), Karl-Heinz Wittmann (Vertrauensmann)

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